Jahresrückblick 2013

“Bier?” – “Später.”

2013. Hoch, Tief, Tief, Hoch… Schwierig ein paar passende Worte zu finden, bei sovielen Ereignissen – ebenso gut, wie schlecht.

Die BrightZeit ist immernoch mein Lieblingsort. Unser Laden/Agentur/Galerie/Werkstatt/Biergarten  hat sich vom Kellerraum gemausert, zum Treffpunkt für Kreative, für Künstler und für offene Menschen die Lust haben Zeit mit anderen offenen Menschen zu verbringen.
Die “Hey, Lust dich zu uns zu setzen, auf ne Wurst oder nen Getränk”-Philiosophie hat uns ein paar wunderbare neue Freunde und flüchtige Bekannte beschert, eine paar Pläne in unseren Köpfen wachsen lassen und und gezeigt, dass Freundschaft unabhängig vom Alter funktioniert.

BrightZeit Shadaim 2013

Begonnen hat das Jahr im Januar mit einer Ausstellung von Benjamin Keck. Benni ist der Bruder von Freidenker Sebastian – über den ich hier schon etwas geschrieben hatte. Dass er seine Arbeiten zeigen durfte lag weniger daran dass sich sein Bruder öfters Abends bei uns rumtreibt, sondern mehr an der herausragenden Qualität seiner Arbeiten sowie dem thematischen Inhalt, in dem sich die BrightZeit wiederfinden kann. Schuhe, Schriften, Rapmusik. Hereinspaziert, Benni, hier sind deine Posterstrips! Das an dem Abend auch Toni L, Plan B, Marz und Döll (von Nomis und Döll) anwesend waren, haben mir als Deutschrap-Fanboy das Höschen noch ein bisschen feuchter werden lassen.

Benjamin Keck in der BrightZeit

Im März haben wir die BrightZeit für eine Veranstaltung verlassen – Schuld daran war Mike Friedrich: “…Kann ich auch bei euch malen?”
Bilder aufhängen – klar, aber weißt du wie anstrengend es war diese Uralt-Tapeten zu streichen? Das mach ich freiwillig nicht nochmal!  Spaß. Es hat sich mal wieder gezeigt wie klein Stuttgart doch ist: unser Siebdrucker ist nicht nur Stuttgarts Grafittibeauftragter, sondern auch Mit-Initiator des Skateboardkellers am Azenbergareal. Er hat uns damit Platz zum Malen sowie ein paar Materialien vermittelt – wir haben noch Tim Robot und Daniel Gei(l!)ger eingeladen (spontan gesellte sich noch Robin Treier zu der Gruppe), das ganze zeitgleich mit der langen Nacht der Museen stattfinden lassen und schon hatten Besucher busweise. Volles Haus, volle Bäuche (Currywurst mit selbstgemachter Sauce, yay!) und ein paar volle Menschen. Das war toll. Alles.
“Ey, könnt ihr die Treppe mal wischen? Die ist voll nass. Hätt mich grad fast aufs Maul gelegt.”
“Ich putz doch jetzt hier nicht weil du zu blöd bist die Treppe zu benutzen?!”

Kunst im Skateboardkeller

Im Juni gleich ein weiteres Highlight für mein Fanboy-Herz: Dexter Release-Party für “The Trip“. Bei uns! DER Dexter! Der Beats für Cro-Casper/Simpsons-Flip-Dexter,  der Beats für Fatoni-Morlockk-BettyFord-Bestesten-…-Dexter. JEDER liebt Dexter. Eine Liste meiner Lieblings-Evergreens ist grob geschätzt zu 80% gefüllt mit Beats aus seiner Bude. Verrückt! Wir haben stilecht zu seinem Psychrock-Sample-Album Teppiche, Batikshirts und Lavalampen organisiert. Fun Fact: Bei der Bestellung der Lavalampen haben wir uns aus Versehen verklickt und 30 Lampen für über 600 Euro gekauft. Konnten die meisten zum Glück zurückschicken. Nach der Party.

Dexter herzt BrightZeit

Zwei Wochen später wieder Action bei uns, wieder mit Musik, wenn auch aus einer ganz anderen Ecke: Marco Westphal zeigte seine Polaroids bei uns, die Stuttgarter Tender Buttons beglückten uns mit urbanem Pop und sogar die Jungs in Blau kamen vorbei, weil Nachbarn ihnen unsere Veranstaltung empfohlen hatten. Als Marco uns das erste Mal seine Bilder gezeigt hat saßen wir staunend vor den kleinen Abzügen und rätselten, was auf dem Polaroid wohl an der Technik, was am Motiv und was an der Nachbearbeitung liegen würde.

Marco Westphal

Im September hatten wir wieder einen Gast zu Besuch – mal was Neues: unsere Lieblingsnachbarin veranstaltete einen Flohmarkt.
Kurzer Rückblick: Sommer, Grill, Bier – die BZ-Bande hockt vor dem Laden, eine ältere Dame schiebt sich an uns vorbei. “Haben Sie Lust sich dazuzusetzen, auf nen kalten Eistee oder ein warmes Bier?” “Joar, son warmes Bier würd ich wohl nehmen!” Henny ist 83, geborene Stuttgarterin, Träger des Bundesverdienstkreuzes, inzwischen regelmässig bei uns zu Besuch und ein toller Mensch. Sie hat mit uns in Ihren Geburtstag reingefeiert (Dexter und Nase haben aufgelegt, 80 Leute für sie gesungen), wir haben ihr geholfen ihr Haus im Schwarzwald leerzuräumen und dass zwischen uns ungefähr 50 Jahre liegen merkt man nur wenn man mit ihr um die Wette rennt. Wobei sie eeecht gut rennen kann. Die Sachen aus ihrem Haus hat sie bei uns mit dem Flohmarkt zu Geld gemacht – wir sollten sie als Promoterin und Verkäuferin einstellen, so grundsätzlich.

Unser erster Abend inklusive menschlichem Taxi

Zum Jahresabschluss haben wir uns mit dem JuHa Stuttgart-West zusammengetan. Bzw – wir haben uns in ihre Veranstaltung reingeschmuggelt. Im Jugenhaus gab es mit “Metal meets Artcore” die siebte Veranstaltung dieser Art: Metal-Bands, Tätowierstudios, Künstler und Fotografen. Die BrightZeit hat sich eine Wand gesichert, auf der Klemens der Dritte (Tätowierer aus Rudolstadt) seine 50 gestochenen Selbstportraits zeigte und Dominique Brewing zeigte dort und bei uns Fotos von Wrestlern, die sie beim letzten Rock’n'Roll Wrestling Bash geschossen hat. Zeitgleich arbeitete Klemens bei uns in der BrightZeit – 50 Meter weiter – live übertragen von einem Livestream ins Jugendhaus. Wenns nach mir gegangen wäre, hätte Klemens sich direkt ne Ecke bei uns mieten können um für immer weiterzuarbeiten. Aber er hatte am Mittwoch schon Heimweh nach Thüringen – zudem findet meine Mutter eh schon, dass ich zuviel Farbe unter der Haut habe.

Klemens-Ruhe vor dem Sturm

Arbeiten um des Arbeitens willen. Das ist der Plan. Schöne Arbeiten und Jobs auf die wir Lust haben – in diesem Jahr gab es einige. Schön, wenn man den Luxus und die Kunden hat sich spielerisch und mutig zugleich dem Endprodukt anzunähern. Besonders angetan hat es in diesem Jahr das Lumen, eine neue Bar/Restaurant/Cafe im Stuttgarter Westen, wo wir vom Naming bis zur Gestaltung alles umsetzen durften. Ein kleiner Ort mit dem Hauch von Vergangenem, gemütlich, stilvoll, lecker. Auch wenn wir den Laden nicht gestaltet hätten: Ich wär Fan. Umbedingt das Club Sandwich probieren, dazu ein Highball – für das kleine Wochenende. Don’t call it Kneipe.

Lumen drinnen. Nichts von unserer Arbeit zu sehen.

Shadaim ist dieses Jahr wieder ein bisschen langsamer geworden. Alles, was vorher online gemacht wurde machen wir jetzt offline in der BrightZeit. Nur bei den Shirts, da haperts etwas. Ich habe zum Ende des Jahre fast alle Rest-Shirts zusammengesucht und sinnvoll weggegeben – weg mit dem Alten, Platz für Neues.  Tat zwar weh, aber sehr, sehr gut. Aus dem Grund ist der Shop auf der Seite auch vorerst auf komplett Sold-Out.
Passend dazu hat unser Plotter auch den Geist aufgegeben. DAS tat richtig weh. Der Flachbettplotter begleitet mich jetzt schon seit 2005 – von Bielefeld, nach Waiblingen, zweimal nach Stuttgart-West und dann in die BrightZeit – gut – ebenfalls im Westen. Das ist ne Maschine, die klemmt man sich nicht so einfach unter den Arm. Ich hab ihn eigenhändig von der Siebdruckerei wo ihn gekauft hab auf seinen Rollen nach Hause geschoben, ich hab ihn 80 Stufen in den 4ten Stock getragen, wieder runter, ich hab ihn mehr geputzt als irgendetwas anderes in meiner Wohnung, ich hab im Wohnzimmer geschlafen, damit er sein eigenens Zimmer bekommt. Man könnte nen Disney-Pixar-Film über uns drehen. So wie die ersten 10 Minuten von “Up” – mit Ende in schwarz weiß und mit einer dicken Träne auf meiner Wange. Abspann.

 

2007-Ein Bild aus glücklichen Zeiten

 

P.S. Ein Dank noch an die Turnschuh und Kunst-Blogger von kessel.tv – für die Promo, den Eintrag in der Stuttgarter Zeitung und …. den Mops auf dem Loriot Denkmal. Ihr seid cool.

19. Dezember 2013 von Benni Erbsland

Liebes HipHop Open.

Wenn mich meine Freunde fragen, wie es denn auf dem diesjährigen Open war, dann antworte ich meistens mit:
Geil. Aber scheiße“.
Aha, also scheißgeil, oder wie?
Nein. Geil: weil es ein super Tag bei super Wetter war, mit super Menschen und teilweise super Musik. Allerdings auch sehr sehr scheiße, weil…
Dann zähle ich die lange Liste an Punkten auf, die dafür sorgen, dass der Tag dann doch nicht nur toll war, und sie ziehen eine Augenbraue hoch, nicken wissend und sagen soetwas wie “Also genau wie letztes Jahr/das Jahr davor/immer…”

Und ich frage mich warum ich Depp trotzdem Geld dafür ausgebe. Fool me once…


Das Wetter war der Knaller. Im wahrsten Sinne: umwerfend.
Heiss, sonnig, und … nirgendwo ein Schattenplatz?
Als Anregung: Wieso nicht ein paar Pavillons, Schirme, ein Sonnensegel?
Wieso kein Werbedeal mit Handtuchherstellern, der für umme nasse Handtücher an die Gäste verteilen? Meinetwegen auch gegen ne schmale Mark?
Ich mein – das ist doch ne geile Idee! Oder ebenfalls super: Wasserpistolen oder Wasserzerstäuber!

Achja – da kommen wir gleich zum nächsten Problem. Dem Wasser.

Zwei Wasserhähne auf dem Jungsklo vor dem Reitstadion, zwei bei den Mädels. Für 14.000 Besucher? Das ist schon eher knapp kalkuliert – sogar wenn man davon ausgehen würde dass Mitte Juli das Wetter eher scheiße sein könnte. Auf der anderen Seite: Ich war mit dem Wasserzerstäuber richtig beliebt – junge Mädels mit Snapback und Tanktop baten mich ständig um zweideutige Gefälligkeiten – “Spritz mir auf den Rücken!” “...ins Gesicht!!” “...auf die Füße!” – Ooookay, halt nur bitte kurz den Wasserspender.

Oh, fast vergessen: Einen Wasserhahn gabs ja noch. Vorne an der Bühne. Unerreichbar für jeden, der nicht im ersten Ring stand. Wie kam es eigentlich dass die Gäste sich darum kümmern mussten, dass auch Leute im zweiten Ring einen Becher Wasser bekamen, und nicht etwa zum Beispiel … die Leute, die Geld dafür bekommen, an dem Tag zu arbeiten?

Ein, zwei Leute von der Security hätte sich doch so mal richtig nützlich machen können – und von denen gabs doch nun wirklich mehr als genug. Ständig schlichen sie um die Besucher  herum und beobachteten diese beim nicht-kiffen. “Haja klar, sicher darfst du an meiner selbstgedrehten Zigarette riechen. Nee, das ist kein Joint, das ist nur krüppelig gebaut“. Unterstützt wurden sie an dem Tag angeblich von 40 (vierzig) Polizisten in Zivil. So fühlt sich das NSA-Spähprogramm also im richtigen Leben an.
Aber wenn man nichts falsch macht, muss man ja auch nichts verstecke….”oh klar, kannste die krüppelige Kippe mal sehen, da hat zwar grad schon dein Kollege dran gerochen, aber…

Kommen wir zum Clan, dem quasi Headliner des Abends. Was zur Hölle war denn da los?
Ernsthaft: Was war da los? Hat echt niemand von euch Bock, nen Wort zu sagen, warum die Jungs mittem im Song die Bühne verlassen? Waren sie genervt? Der Sound scheiße? Halb 11 durch und somit Feierabend wegen dem Ordnungsamt? Ich hab jetzt im Netz von so vielen Seite irgendwas gelesen – warum nicht von den Leuten die es organisieren und irgendwie verantworten? Warum beenden die Roadies mit Koffern und Schraubenziehern den Tag, statt irgendjemand mit einem Mikro?

Gut – Mr Santos als Moderator fand/finde ich eh schlimm – nicht nur wegem diesem unsäglichen “Cruisen” das er damals mitverbrochen hat.
Er ist wahrscheinlich echt nen Netter, aber nichtsdestotrotz: unverständlicher als Pootie Tang, verplanter als so manch ein Kiffer der an dem Tag eingesackt wurde, unlustiger als Teddie im letzten Jahr (und den fand ich auf einer Skala von “eins” bis “ziemlich scheiße” schon echt “ziemlich scheiße”).
Meine Lieblings-Lines von Ju waren auf jeden Fall “Zum Glück haben wir backstage genug Wasser!” und “Wir würden voll gerne nen Schlauch ins Publikum halten, aber dann würden wir vielleicht Ärger von euch bekommen, wenn wir nen Smartphone nassmachen“. Dicker – hol verdammt nochmal den Schlauch! Jeder Depp der mit seinem Handy auf nem Festival filmt hat es verdient dass er nassgemacht wird!

 

Aber… ich glaube ich komm nächstes Jahr trozdem wieder. Auch wenn die Sonne wiedermal unbarmherzig scheint. Das Line-Up wiedermal mehr Jam als Festival ist. Die Getränke wiedermal um 13 Uhr ausverkauft sind und ein Stück Fleisch mehr kostet als ein Schwein.

Ich bin ziemlich lernresistent.
Und ich hab nach dem Open immer was zu erzählen – auch wenn es jedes Jahr das gleiche ist.

26. Juli 2013 von Benni Erbsland

BrightZeit präsentiert: Kunst im Skateboardkeller

Schlimm, ich sollte keine Blogbeiträge schreiben wenn ich enthusiastisch bin.
In solchen Fällen klinge ich wie mein 10-jähriges Ich, der einen originalverpackten Boulder Hill zu Weihnachten bekommt. Schnappathmung und Jazz-Hands!
Nur um das klarzustellen – ich hab nie das M.A.S.K.-Hauptquartier besessen. Geschweige denn originalverpackt. Aber ich hab mich trotzdem immer wie bekloppt über meine Weihnachtsgeschenke gefreut, auch wenn meine Mutter (Lehrerin) sie nur den unartigen Kids abgenommen und mir eingepackt hat.

Am Samstag, dem 16.3. ist sowas wie Weihnachten mit Boulder Hill für mich:

Mike Friedrich (Berlin), Daniel T. Geiger (Mongomania/Stuttgart) und Tim Robot bemalen den Skateboardkeller in Stuttgart.
Geil, oder?

Der Skateboardkeller ist ein privates Projekt von sieben Fahrern, die sich die Bowl aus dem Skateboardmuseum gekrallt haben und damit im Azenberg-Areal ihren eigenen, kleinen Feierabend-Park gebaut haben. Fast son cooler Hobbyraum wie die BrightZeit, nur sportlicher.

Voll gut, ey.
Die Bilder verlinken übrigens auf die Veranstaltung bei Facebook. Nicht erschrecken.

 

11. März 2013 von Benni Erbsland

Benjamin Keck in der BrightZeit

Benjamin Keck in der BrightZeit

Veranstaltungshinweis für unsere Stuttgarter Freunde und Nachbarn:
Benjamin Keck zeigt am Samstag, dem 19.01.2013 seine Arbeiten in der BrightZeit. Die Schwerpunkte des sympathischen Heilbronners sind Buchstaben, Schuhe und Musik.
Zu diesem Anlass gibt es ein limitiertes Poster – auf Anfrage auch vom Künstler signiert (falls wir einen Stift finden).

Sein Portfolio findet man unter www.benjaminkeck.de

12. Januar 2013 von Benni Erbsland

Jahresrückblick 2012

“Ich schlag dir in den Arsch, bis du spuckst vor lachen.”
- Stoff Büttner

Crazy, dieses 2012. Völlig crazy, aber völlig phantastisch.
Lasst uns zurückblicken: 2012. Was haben wir dieses Jahr an neuen Shirts rausgehauen?

Das Endproll-Shirt. Mit CD zum Hit.  Fand ich extrem gut, Shirt und Lied, obwohl das Lied inzwischen schon 7 Jahre auf dem Buckel haben dürfte und der Endproll gefühlt genausolange kein Mikrofon mehr vor dem Mund hatte. Der Penner. “Rap endlich wieder!” möchte ich ihn anschreien, “Du kannst das! Besser als die Anderen! Du bist tight und superfresh!”
Interessiert ihn aber glaub ich immer noch nicht. Hängt lieber im Späti rum und trinkt Brause – neben Rap mag er nämlich auch keinen Alkohol.
Dafür Girls und Shadaim. Ich finde das reicht.

 

Noch ein Shirt von einem Alkohol-Abstinenzler: Nase96 – toller Typ aus Rottweil – durfte auf seiner eigenen Vernissage in der BrightZeit keinen Alkohol anpacken. Hatte sich den Magen kaputt gemacht. Während alle um ihn rum torkelten und ihn volllallten wie super doch der Abend sei, seine Bilder und das Shirt generell und wie lecker übigens Bier schmeckt, stand er rum wie der Endproll am Späti und kaute Bullrich-Salz Tabletten. Der Arme.

 

“Always look on the BrightZeit of life”
Mein Motto – seit 2012. Und mein aktuelles Lieblingsshirt. Nuff said.

 

Und tatsächlich: Das wars. Mehr nicht. Unfassbar. Drei popelige Shirts. Nichtmal EINEN Shad des Monats gabs! Und kein … was weiß ich!
Trotzdem – 2012 war eins meiner absoluten Lieblingsjahre. Dank der BrightZeit. Der Laden ist einfach ein Highlight. Geöffnet Donnerstag Abends – oder wenn Licht an ist. Oder wenn viele Leute auf der Straße stehen und sitzen und Krach machen. Sorry liebe Nachbarn, ich sach denen schon immer dass man draussen bitte nicht schreien soll.

Im Februar entdeckt, gemietet, renoviert und verschönert – im April eröffnet und eingeweiht und inzwischen ein Treffpunkt für interessante Menschen mit Hang zur Schrägkukltur.
Zudem noch Galerie, Laden, Werkstatt, Agentur, Redaktionsbüro und seit neustem Spielhölle. Und mein Lieblingsort.
Danke Robert. Danke Stoff, Marc, Balte, Thommy, Romy, Dorian, Wolle, Effe, Keck, Mohammed  – sogar Danke Lucy, Danke Frau Klenk, Danke Josi!
Danke Nils, Nase, Emma! Die Liste könnt ich endlos fortsetzen.

Ein Sommer und so unendlich viele Geschichten. Crazy, dieses 2012!

Hier nochmal das Video der Eröffnung.

Wer sich im Stuttgarter Westen rumtreibt und sieht dass Licht in unserem Leergutlager brennt:
Du bist herzlich auf willkommen. Auf ein Bier, ein Bier oder eine Brause.
Ich freue mich darauf dich kennenzulernen.

21. Dezember 2012 von Benni Erbsland

fahrschneller.de …

“Man muss nicht alles können, man muss nur jemanden haben, der sich mit dem Scheiß auskennt.” Word.

Leider kenn ich fast nur Grafiker und Leute aus der Kreativecke und nur extrem wenige Leute, die etwas sinnvolles gelernt haben. Anders mein Kumpel Mohammed Fischer, den ich seit Jahren mit meinem Mountainbike belästige, das ich mal von meinem Nachbarn im Tausch für meine Küche bekommen habe, weil er dachte sein Fahrrad wär geklaut worden. True story, aber true – auf jeden.

 

Fischer betreibt einen Online-Shop namens “Fahrschneller.de” für Fahrradteile und bastelt in seinem Keller im Stuttgarter Westen Bikes zusammen. Eigentlich heisst er Martin Fischer und nicht Mohammed, aber da er mal einen Anruf bekam, bei dem sein Gegenüber dachte, er würde mit Mohammed telefonieren…. Man kennt das ja, mit der Situationskomik und den Spitznamen.

Da ich eine Geschenk für meine Freundin gesucht habe, war er mein perfekter Sidekick für ein altes Nancia Damen-Rennrad, dass ich bei einem wunderbaren Pforzheimer Vintage-Rennradhändler gefunden hatte.

Mein Plan war es, das alte Rad wieder aufzubauen – leider fehlte mir für dieses Projekt erst das Werkzeug, und dann das Talent. Irgendwie habe ich es trotzdem hinbekommen, das Rad in fast alle Einzelteile zu zerlegen. Tom, der Homie der uns damals schon unsere Gürtelschnallen gepulvert hatte, sorgte dann für die neue Farbe am Rad.

 

Fischer kramte und setzte alle Teile wieder zusammen, ergänzte ein paar Details und sorgte dann dafür, dass ich das wohl geilste Geschenk seit immer präsentieren konnte.

 

Im Gegenzug habe ich mit meinen weniger sinnvollen Talenten dafür gesorgt, dass ihn in Zukunft auch ein paar Leute finden. In seinem Keller.
Achtet auf das Hinweisschild nähe “Cafe Heller”, dem Afrika-Restaurant “Ebony” und dem Stickgedönsladen “Oma Schmidts Masche” in der Herzogstrasse 4 und oder besucht ihn online, wenn ihr Fahrradprobeme habt. Oder Teile braucht. Fürs Fahrrad.

 

24. Oktober 2012 von Benni Erbsland

Brightzeit – NEOPRENZ | T-Shirts | EM♥A Heartbeat

Gaaaanz wichtig, zur Erinnerung:

Diesen Samstag, am 28.7. öffnen wir in der BrightZeit im Stuttgarter Westen die Türen für Nils “NEOPRENZ” Prenz – Illustrator, Künstler, Typograph.
Als special Guest gibt es Livemusik der Female Bass Rap-Sensation EM♥A Heartbeat.

 

Hier ein Video unserer Eröffnung vom 14. April 2012 – gefilmt und geschnitten vom Multitaskler Volito

26. Juli 2012 von Benni Erbsland

Shadaim X Nase

Am 14. April 2012 wurde die BrightZeit in Stuttgart eröffnet – mit Ausstellung, Musik, Essen und vielen, vielen schönen Menschen. Und uns.
Ein paar Bilder vom Abend findet ihr hier. Was für uns aber noch viel wichtiger und spannender ist: Nase aus Rottweil hat ein paar seiner Bilder gezeigt, sowie exklusiv ein Shirt für Shadaim gestaltet, das an dem Abend verkauft wurde.

Bisher war es nur offline verfügbar, nun auch im Internet.
Schönes Ding.

Infos? Vierfarbigier Siebdruck – zur Grundierung ein schöner Irisdruck, im Nacken Flockapplikation.

Alte Schule. Der Typ, der Druck, das Motiv und vor allem: die Farben. Yeah.

Das “Shadaim macht was für die BrightZeit”-Logo im Nacken.

 

21. Juni 2012 von Benni Erbsland